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Das Amt Rantzau ist weiter offen für Fusionsverhandlungen mit dem Amt Hörnerkirchen. “Wir bleiben gesprächsbereit“, erklärte Amtsvorsteher Willi Hachmann gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Darauf habe sich der Amtsausschuss während der nicht-öffentlichen Beratung am Mittwochabend verständigt. Die Krisensitzung war einberufen worden, nachdem Hörnerkirchen mit Barmstedt Verhandlungen über einen Verwaltungszusammenschluss aufgenommen hatte (wir berichteten).

“Witzig finden wir das nicht“: Amtsvorsteher Willi Hachmann.
Allerdings: Sollte Hörnerkirchen die zuletzt gestellten “massiven Forderungen“ aufrecht erhalten, “sehen wir die Verhandlungen als gescheitert an“, wie Amtsvorsteher Willi Hachmann erklärte. “Diesen Weg werden wir nicht mitgehen.“ Rantzau sei – auch im “Knackpunkt“ EDV – zu Kompromissen bereit gewesen. Darauf sei Hörnerkirchen jedoch nicht eingegangen. Der Gegenvorschlag sei inakzeptabel. “Wenn wir noch unnütz Geld mitbringen sollen, ist die Fusion mit uns nicht zu machen“, so Hachmann.
Das Verhalten der Hörnerkirchener sorgt bei den Rantzauern für – gelinde gesagt – Verärgerung. “Früher haben sie sich vehement gegen eine Kooperation mit Barmstedt gesträubt. Jetzt soll es auf einmal doch gehen. Wir können es Hörnerkirchen nicht verwehren – aber witzig finden wir das nicht“, so Hachmann. Sollten die – langwierigen und mühevollen – Verhandlungen in erster Linie am IT-Problem scheitern, dann wäre das “sehr bedauerlich“, wie es der Amtsvorsteher zurückhaltend formuliert.
Rainer Ute Harms, als Bilsener Bürgermeister im Amtsausschuss vertreten, findet drastischere Worte. “Da wird ein Pille-Palle-Problem total aufgebauscht“, erklärte er. Hörnerkirchen habe das eigentliche Ziel der Fusion– Kosteneinsparungen – völlig aus den Augen verloren. Dass Hörnerkirchen sich nach einem anderen Partner umsehe, sei ja noch halbwegs verständlich. “Die müssen fusionieren – Barmstedt nicht.“ Die Stadt nutze aus, dass Hörnerkirchen sich nach dem optimalen Partner umsehe – und falle dabei Rantzau in den Rücken. “Das ist ungehörig und niveaulos“, schimpfte Harms. “Und zugleich wollen sie gute Kontakte zum Amt Rantzau haben. Das ist schon ein dickes Ei.“
Jetzt warten die Rantzauer auf die Reaktion aus dem Nachbaramt. Sollte Hörnerkirchen tatsächlich abspringen, “werden wir nicht in Panik verfallen“, wie Hachmann erklärte. Das Amt Rantzau könnte allein bestehen, “und nur wegen der Hochzeitsprämie würden wir die Suche nach einem neuen Partner nicht übers Knie brechen“. Die Vorbereitungen für die im Fusions-Fall erforderlichen Umbauten im Rantzauer Amtsgebäude wurden jedenfalls vorerst gestoppt.
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