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Barmstedter Zeitung
am 29. November 2006  
Leserbrief von R. U. Harms in der BZ
Von Rainer Ute Harms, Bürgermeister von Bilsen

Wer immer es gesagt hat, es ist definitiv falsch: Das Amt Rantzau hat sich zu keiner Zeit einer Fusion mit Hörnerkirchen widersetzt. Richtig ist vielmehr: Die Mehrheit der verantwortlichen Politiker in Hörnerkirchen und wohl auch der dortige leitende Verwaltungsbeamte haben sich benommen wie eine Dame zweifelhaften Rufs, die zunächst mit großem Pomp Verlobung feiert (Merke: einstimmig von beiden Amtsausschüssen beschlossen) und sich dann beim Streit um die Gravur im Ehering mit einem neuen Partner ins Bett legt. Obwohl wir in unserem Amt bereits Umbauten vorgenommen und auch schon Mitarbeiter übernommen haben, wünschen wir den Hörnerkirchenern, dass sie ihre jetzige Entscheidung nicht eines Tages bereuen.
Bei Gesprächen mit Paaren, die bei mir heiraten wollten, hörte ich häufig den Satz: *Der oder die war gebunden!" Damit war der Wunsch nach einer Beziehung tabu. Eine solche Aussage zeugt von einer gefestigten ethischen Grundhaltung.
Diese vermisse ich nach den Aussagen in dem Artikel bei den Barmstedter Politikgrößen. Wie anders kann man sonst verstehen, dass diese sich auf Gespräche mit Hörnerkirchen einlassen, wohl wissend, dass diese mit uns vom Amt Rantzau dicht vor dem Ende der Verhandlungen standen? Nun scheinen die Barmstedter Verantwortlichen Hörnerkirchen bereits völlig vereinnahmt zu haben, denn in der *Vereinigungsfeier" entsteht laut Berichterstattung der Eindruck, dass die Stadt begehrlich nach dem Amt Rantzau greifen möchte.
Wir Bilsener haben solche von Barmstedt gewünschten Gespräche ja mit der Stadt Quickborn geführt, weil wir eventuell mit unserer Verwaltung dorthin wechseln wollten. Alle Gespräche waren angenehm, professionell und überzeugend. Quickborn drängte sich in keiner Weise auf. Im Gegenteil: Die Mitglieder der Verwaltung waren hilfsbereit und verständnisvoll in jeder Beziehung. Sie blieben es auch, als unsere Bürger mehrheitlich entschieden, beim Amt Rantzau zu bleiben. Bürgermeister Köppl und seinem Rathaus-Team möchte ich für diese noble Haltung Dank sagen und ihnen Anerkennung zollen. Wenn ich nun meine positiven Quickborner Erfahrungen mit denen vergleiche, die das Amt Rantzau in Bezug auf eine Zusammenarbeit mit der Stadt Barmstedt hat, dann fällt es mir sehr, sehr schwer zu glauben, dass das Amt mit Barmstedt eine ähnlich erfreuliche Zusammenarbeit erfährt.

Rainer Ute Harms,
Bürgermeister von Bilsen

 

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